Sozialhelden schicken erneut 1.000 gute Karten auf die Reise
Der „GUTschein zum GUT sein“ geht nach großem Erfolg der ersten Auflage in die zweite Runde.
Berlin, 14. November 2011. Seit Anfang September wandern kleine rote Karten mit der Aufschrift „GUTschein zum GUT sein“ durch das Land und bringen hunderte Menschen dazu, Gutes zu tun. Die Idee dahinter ist simpel: Wer im Besitz eines GUTscheines ist, gibt ihn innerhalb von fünf Tagen in Verbindung mit einer guten Tat an eine Person seiner Wahl weiter. Der neue Besitzer überlegt sich nun selbst, wem er etwas Gutes tut und so wandert der GUTschein zum nächsten Empfänger, der ihn im besten Fall auch weiterreicht und so weiter. Mithilfe der Nummerierungen kann man auf der Seite des Berliner Vereins Sozialhelden e.V. eintragen, was man Gutes erfahren hat oder nachlesen, welche Anekdoten zum eigenen GUTschein bereits verzeichnet sind… Weiter
Die globale Organisation Ashoka stellt acht Gründerpersönlichkeiten in Deutschland vor. Raul Krauthausen vom Berliner Verein Sozialhelden e.V. ist einer der Ashoka fellows, für die sich jetzt eine Förderlandschaft formiert.
Acht herausragende Gründer im sozialen Bereich wurden am 24. November 2010 feierlich in München der Öffentlichkeit vorgestellt und damit in das Ashoka-Netzwerk für Sozialunternehmern aufgenommen. Ihre Lösungen sollen in den kommenden Jahren Deutschland revolutionieren.
Entscheidend für die Auswahl dieser „Ashoka Fellows“ ist zum einen, dass sie soziale Probleme mit persönlichem Risiko, Kreativität und in unternehmerischem Geist angehen – mit Ziel auf soziale Veränderung und nicht finanziellen Profit. Zum anderen funktionieren ihre Modelle nicht nur an einem Ort. Sie packen soziale Probleme an den Wurzeln und können sie großflächig lösen.
Die globale Organisation Ashoka bringt weltweit – und seit nun fünf Jahren auch in Deutschland – Unternehmerpersönlichkeiten aus der Wirtschaft zusammen, um die Weltverbesserer mit einem Stipendium, Business-Know-How und Kontakten zu unterstützen. Soziale Gründer sitzen in Deutschland zwischen den Stühlen und passen weder auf die Fördermuster des Sozialsektors noch der Wirtschaft. „Dabei brauchen Sozialunternehmer nicht schlechtere, sondern bessere Startbedingungen als Startups in der Wirtschaft, denn sie schaffen ein Vielfaches an gesellschaftlichem Wert“ sagt Ashoka-Hauptgeschäftsführer Felix Oldenburg. Erst schrittweise bildet sich um die Sozialunternehmer eine Landschaft von Förderern. Nach einigen bekannten Unternehmerfamilien haben jetzt auch Stiftungen die Sozialunternehmer als Teilchenbeschleuniger für den Sozialsektor entdeckt. Auch die Bundesregierung folgt nun Regierungen anderer Länder und nimmt mit der im Oktober erschienenen Nationalen Engagementstrategie erstmals Förderungen für Sozialunternehmer ins Visier.
Der Berliner Sozialunternehmer Raul Krauthausen vom gemeinnützigen Verein Sozialhelden e.V. hat mit dem Projekt Wheelmap, einer interaktiven Karte im Internet für barrierefreie Orte, die Experten von Ashoka von seinem unternehmerischen Talent überzeugt. Auf der Internetseite wheelmap.org kann jede Person selbst Orte eintragen und ergänzen wie bei Wikipedia.
Krauthausen, selbst Rollstuhlfahrer, betont: „Unsere Nutzer tragen auch Orte ein, die nicht rollstuhlgerecht sind. So wird zum ersten Mal transparent, wie rollstuhlgerecht eine Stadt wirklich ist und was noch zu verbessern wäre.“
Dabei sind Informationsfreiheit und Nachhaltigkeit den Sozialhelden überaus wichtig. So werden die eingetragenen Daten automatisch und kostenlos an die freie Weltkarte Openstreetmap weitergegeben und sind dadurch für alle frei zugänglich. Krauthausen: „Selbst wenn es unseren Verein einmal nicht mehr geben sollte, sind die Informationen zur Barrierefreiheit noch verfügbar und andere können sie weiter nutzen und aktualisieren. Wir wollen mit wheelmap.org Barrierefreiheit nicht nur im Alltag voranbringen, sondern auch virtuell.“
Über die Sozialhelden:
Die Sozialhelden sind eine Gruppe von engagierten jungen Menschen, die seit 2004 gemeinsam kreative Projekte entwickeln, um auf soziale Probleme aufmerksam zu machen und sie im besten Fall zu beseitigen. Aus zwei studentischen Initiatoren sind in 5 Jahren ein großes Netzwerk an Freiwilligen und ein gemeinnütziger Verein entstanden. Ziel ist es, Menschen für gesellschaftliche Probleme zu sensibilisieren und zum Umdenken zu bewegen. Damit haben die Sozialhelden schon einige Auszeichnungen gewonnen, zuletzt den Deutschen Engagementpreis 2009 und den Deutschen Bürgerpreis 2010, der am 30. November in Berlin verliehen wird.
Auf der Internetseite www.wheelmap.org können barrierefreie Orte gesucht, gefunden und selber angelegt werden. Dabei helfen die Fotos von Google StreetView, da sie die Beschaffenheit des Ortes auf einen Blick zeigen.
Auf der interaktiven Karte www.wheelmap.org finden Menschen im Rollstuhl barrierefreie Orte. Der Clou: Jede Person kann selbst Orte eintragen und ergänzen wie bei Wikipedia.
Der stufenlose Eingang ist für Menschen im Rollstuhl das entscheidende Kriterium. Deshalb zeigt Wheelmap dank Google StreetView von jedem Eingang ein Foto. Die Nutzer von wheelmap.org ergänzen die Ortsinformationen um weitere wichtige Fakten. So kann man differenzieren, ob ein Ort ganz oder teilweise barrierefrei zugänglich ist – z.B. ob es eine behindertengerechte Toilette gibt. 1.000 Einträge werden monatlich gemeldet, Tendenz steigend. Nicht nur ortskundige Besucher helfen mit, auch Selbstauskünfte von Ortsinhabern sind willkommen.
Das Projekt wurde von dem gemeinnützigen Verein Sozialhelden aus Berlin erfunden. Raul Krauthausen, einer der Gründer und selbst Rollstuhlfahrer, betont: „Unsere Nutzer tragen auch Orte ein, die nicht rollstuhlgerecht sind. So wird zum ersten Mal transparent, wie rollstuhlgerecht eine Stadt wirklich ist und was noch zu verbessern wäre.“
Dabei sind Informationsfreiheit und Nachhaltigkeit den Sozialhelden überaus wichtig. So werden die eingetragenen Daten automatisch und kostenlos an die freie Weltkarte Openstreetmap weitergegeben und sind dadurch für alle frei zugänglich. Krauthausen: „Selbst wenn es unseren Verein einmal nicht mehr geben sollte, sind die Informationen zur Barrierefreiheit noch verfügbar und andere können sie weiter nutzen und aktualisieren. Wir wollen mit wheelmap.org Barrierefreiheit nicht nur im Alltag voranbringen, sondern auch virtuell.“
Über die Sozialhelden:
Die Sozialhelden sind eine Gruppe von engagierten jungen Menschen, die seit 2004 gemeinsam kreative Projekte entwickeln, um auf soziale Probleme aufmerksam zu machen und sie im besten Fall zu beseitigen. Aus zwei studentischen Initiatoren sind in 5 Jahren ein großes Netzwerk an Freiwilligen und ein gemeinnütziger Verein entstanden. Ziel ist es, Menschen für gesellschaftliche Probleme zu sensibilisieren und zum Umdenken zu bewegen. Damit haben die Sozialhelden schon einige Auszeichnungen gewonnen, zuletzt den Deutschen Engagementpreis 2009 und den Deutschen Bürgerpreis 2010, der am 30. November in Berlin verliehen wird.
Im Dezember 2009 hatten wir die fantastische Gelegenheit Ronny Ziesmer (Ex-Turner der Deutschen Olympiamannschaft 2004) kennenzulernen. Er hielt bei der Preisverleihung des “Deutschen Engagementpreises” die Laudation für uns.
Fast ein Jahr später freuen wir uns nun, ihn als unseren offiziellen Schirmherren begrüßen zu dürfen. Hier sein Grußwort:
Seitdem ich die Laudatio für die Sozialhelden zum Gewinn des Deutschen Engagementpreises 2009 gehalten habe, hat mich der Verein um Raul Krauthausen nicht mehr losgelassen.
Mit ihren kreativen Projekten helfen die Sozialhelden anderen, selbst Helden zu werden, im Alltag und ganz einfach.
Ob man seinen Pfandbon für „Pfandtastisch helfen!“ spendet oder einen rollstuhlgerechten Ort bei der Wheelmap einträgt: Jeder kann unkompliziert helfen.
Die Idee eines Verzeichnisses für barrierefreie Orte liegt mir dabei besonders am Herzen, zumal ich eben auch in meinem Land Brandenburg ein ähnliches Projekt mit ins Leben gerufen habe.
Für mich und andere Rollstuhlfahrer ist die Wheelmap eine große Hilfe im Alltag.
Graf Fidi, ein guter Freund der SOZIALHELDEN komponierte vor einiger Zeit diesen Mitmach-Rap:
Er ist ganz nach unserem Geschmack. Ohne Mitleid und mit offensichtlich viel Spaß hat Graf Fidi nach seinem “Handicap-Rap” wiedereinmal gezeigt, dass auch im sozialen Bereich HipHop funktioniert.
Die Aktion PFANDTASTISCH HELFEN ist am 5. September offiziell der Berliner Öffentlichkeit in der Kaiser’s Filiale am Theodor-Heuss-Platz 6 vorgestellt worden. Bei der Präsentation überreichte Tobias Tuchlenski, Kaiser’s Regionsleiter für Berlin, stellvertretend für alle Kundinnen und Kunden die seit März dieses Jahres Ihren Pfandbon gespendet haben, einen Betrag von 773,13 Euro an Sabine Werth, Vorsitzende der Berliner Tafel.
Die Idee der Aktion ist, dass Kundinnen und Kunden die Möglichkeit haben Ihre Pfandbons in die Charity-Box, die neben den Leergutrücknahme-Automaten befestigt ist, einzuwerfen und somit der Berliner Tafel zu spenden. 50 dieser Boxen sind bereits in Kaiser’s Filialen platziert, weitere 50 folgen bis Ende September. Das Geld aus den gespendeten Pfandbons wird zu 100% für die Projekte und die Arbeit der Berliner Tafel verwendet.
Der Wert der Bons wird von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berliner Tafel abgeholt, die speziell für die Leerung und Abholung des Geldbetrages zuständig sind. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern müssen sich mittels einer Vollmacht und dem Berliner Tafel-Ausweis ausweisen. Um Unannehmlichkeiten zu vermeiden wird bei jeder Leerung die Vorlage der Unterlagen verlangt.
Jan Mörsch und Raul Krauthausen, die sich selbst die SOZIALHELDEN nennen, sind Ideengeber von PFANDTASTISCH HELFEN. Mit dem Konzept haben sie im Juli 2005 den ersten Preis beim Ideenwettbewerb “Was fehlt in der Welt” gewonnen. Sabine Werth las in der Zeitung davon und trat an die Beiden heran. Als Patin der Aktion konnte die Kabarettistin Gabi Decker gewonnen werden.
PFANDTASTISCH HELFEN ist eine Aktion der Berliner Tafel, der SOZIALHELDEN und der Kaiser‘s Tengelmann AG.
Viele kleine Spenden ergeben in der Summe etwas Großes – die Berliner Tafel freut sich über Ihren Pfandbon!
RT @brokenlifts: @raulde stellt gerade den Aufzug am S Griebnitzsee vor. Dieser war in den letzten Tagen 200 Tagen ca. 67% defekt: http: ... [sozialhelden]