Eine Gruppe von Personen steht an einem Messestand auf der IFT 2022 in Leipzig. 3 Personen sitzen in einem Rollstuhl, eine Person steht an einem Rollator. Alle lächeln in die Kamera. Im Hintergrund ein Banner des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr.

Zur Arbeit fahren, Freund*innen besuchen oder ab in den Biergarten – für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sind solche Aktivitäten oft nicht spontan möglich. Denn überall lauern Hindernisse: Ob beim Einsteigen in das Fahrzeug, blockierte Rollstuhlplätze in vollen Fahrzeugen oder beim Aussteigen – die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gerät leider allzu oft zum Abenteuer. Und Betroffene werden so ungewollt zu wahren Barriere-Expert*innen.

Anlässlich des International Transport Forum 2022 (ITF), der weltweit größten internationalen Konferenz zum Thema Verkehr, luden wir diese Expert*innen nach Leipzig zu einer Ideenwerkstatt ein. Unser Ziel: Lösungsansätze aus den alltäglichen Erfahrungen mit Barrieren entwickeln – und diese auf der Messe der ITF präsentieren!

Buchung, Service, Bahnprobleme

Im Mittelpunkt standen vor allem das umständliche Prozedere bei der Buchung eines Bahntickets, eines Rollstuhlplatzes und dem Mobilitätsservice für die Ein- und Ausstiegshilfe. Außerdem wurde schnell klar: die Tatsache, vor Fahrtantritt nicht genau zu wissen, wie barrierefrei ein Weg eigentlich ist, verursacht am meisten Stress und verhindert gleichberechtigte Teilhabe. Der Grund: wichtige Informationen fehlen oder sind nicht zuverlässig verfügbar. Ist die kommende Straßenbahn barrierefrei? Wie viel Rollstuhlplätze sind noch frei? An welcher Position der Haltestelle kann man mit Rollstuhl einsteigen? Funktioniert der Fahrstuhl heute, der mich zum Gleis fährt?

Staatssekretärin Daniela Kluckert hört uns zu

Höhepunkt der Ideenwerkstatt war dann die Präsentation der Ergebnisse auf der Messe des International Transport Forum.  Am Messestand des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr schilderten die Teilnehmenden alltägliche Situationen, die ihnen eine gleichberechtigte Teilnahme am ÖPNV verwehren. Unter den Zuhörer*innen befand sich auch Daniela Kluckert, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr. Kopf schüttelnd lauschte sie den Beschreibungen und versprach, sich für Verbesserungen bei Gesprächen mit der Deutschen Bahn einzusetzen. Für die Teilnehmer*innen war das ein großer Erfolg! Wir sind gespannt, was Daniel Kluckert bewegen wird.

Stimmen von Teilnehmer*innen

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